SPD Fail

Andrea Nahles gibt den SPD Vorsitz ab und dennoch braucht die SPD keine Nachfolgerdebatte denn wer immer dort kommt, ohne eine klare inhaltliche Neuerung bleibt die SPD im Fieberkrampf der politischen Diskussionen. Das zwischen Kevin Kühnert und dem Seeheimer Kreis auch nicht der Hauch von Gemeinsamkeit ist, fällt vermutlich nicht nur innerhalb der SPD auf und das die eigentliche Sozialdemokratie eher von Sahra Wagenknecht vertreten wurde als von Martin Schulz begreift sogar der normalerweise unpolitische Influencer. Das was der Politik heute fehlt sind die Visionen, die charismatische Ehrlichkeit und der Kniefall vor den eigenen Verwirrungen, um Neuerungen zu zulassen. Andrea Nahles ist dabei eher das Opfer einer krank machenden Politik ohne konzeptionelle philosophische Gedanken und seelisch völlig verhärmter Zielsetzung. Politik bedeutet heute Machtsicherung gegen die Menschlichkeit und ohne die Suche nach einem Ausweg aus der Situation. Politik bedeutet den Ausverkauf logischer Gedankengänge und vernünftiger Handlungen zu Bedingungen staatlich gesteuerter Bedürfnisse und wirtschaftlicher Macht. Vorsitzende und Parteien sind dabei locker austauschbar, die Wahrheit hingegen nicht. Wer meint er müsse lediglich Figuren eines Schachspiels bewegen um Demokratie ohne Herz zu leben, der wird an Finanz und Wirtschaftsdiktaturen zerschellen, die er selber installiert hat, denn diese folgen einer eigenen krankmachenden expansiven Dynamik. Wer gebietende Macht weiterhin als erzieherisch pädagogisch systemrelevante Lebensmöglichkeit nicht mit den psychischen Gesetzen von Ursache und Wirkung abgleicht, der wird in die Grube fallen, die er anderen gräbt. Die Welt und die Menschen darin gehört nicht den Schachspielern, die ihre Regeln machen, sondern jenem der die Bedürfnisse nach Liebe, Glaube, Hoffnung und Freiheit mit erschuf.

Thomas Gottberg

Werbeanzeigen
Veröffentlicht unter Ethik

Kommunikationsbrei

Kommunikation zwischen Menschen verliert ihren Wert wenn man den Gegenüber in seinem psychischen Zustand nicht versteht. Der eine Mensch wähnt sich im Paradies und bewertet lediglich die augenblickliche Situation seiner Selbst, der Andere hingegen ist voller Sorgen, Nöte, politischer Konstrukte und wertet gemäß seiner Prägung. Er muss dabei gar nicht Destruktiv sein aber er wird an dem Ersteren vorbei argumentieren. Hört also nicht nur zu was gesagt wird , sondern auch wer es sagt und aus welcher Intention heraus.

Veröffentlicht unter Ethik

Ein frohes neues Jahr euch allen?

Ich spare mir jetzt die alljährlich wiederkehrenden Phrasen zum Jahreswechsel. Ich will auch keine moralisierende Keule schwingen, um euch die Raketen zu vermiesen und will die Fete auch nicht als Querulant begleiten.
Ich will eigentlich zum Jahresausklang gar nichts sagen, dass ich nicht auch sonst vertrete.
Seid deshalb offenen Herzens und wachen Geistes, handelt in Vernunft und aus dem Moment heraus. Glaubt nicht der Freude sinnentleerter Besäufnisse und dem betäubenden Stumpfsinn medialen Entertainments. Anders gesagt, wünsche ich also keineswegs allen ein frohes neues Jahr, wenn sie nicht endlich lernen was „Froh“ bedeutet und wie diese Wahrnehmung wirkt und wie Frohsinn und Freude sich ausdrückt. Silvester als betäubendes oberflächliches Ereignis mit Knalleffekt empfehle ich jedenfalls nur meinen Widersachern. Das „Frohe Neue Jahr“, dass so unverändert beginnt wie das Alte aufgehört hat, erscheint mir ohnehin nur als die fortgeführte Illusion desolater Lebensvorstellungen. Wenn ihr also jemanden begegnet, der euch zu Silvester ein ernstes Gespräch aufdrängeln möchte, wenn jemand traurig und allein seinen Weg geht oder jemand überglücklich den Sternenhimmel bestaunt dann wendet euch jenen zu, denn sie sind es die den Wert mit sich tragen ohne Güter zu haben. Verlasst zum Jahreswechsel einfach die Abstraktion sämtlicher Gedanken und öffnet euch der gegenwärtigen Realität in eurem Umfeld. Versucht einfach das zu sehen was ist, ohne zu beschönigen oder zu rechtfertigen. Seid also froh oder auch traurig aber seid authentisch trotz oder gerade wegen der umtriebigen Festtagsstimmung. Nehmt es einmal in Kauf als Miesmacher zu gelten, wenn ihr keinen Spaß habt und akzeptiert die Abwendung der Freunde, wenn eure veränderte Lebenseinstellung keinen Zuspruch erhält. Nur so kann ein neues Jahr einen Neuanfang beinhalten. Gehorcht also euren Gefühlen statt den konditionierten Zwängen. Folgt einfach dem Prinzip aus den Augen, aus dem Sinn und tut was ihr für glücklich machend haltet. Aber tut es nicht, weil alle es tun, sondern weil ihr es so empfindet.

In diesem Sinne wünsche ich euch dann doch alles Gute!
Thomas Gottberg

Veröffentlicht unter Ethik, Moral | Verschlagwortet mit , ,

Machtmissbrauch und Wahrheit.

Machtmissbrauch beginnt nicht mit der physischen Gewalt, sondern schon mit der Sprache und einem diabolischen Denken sowie den Geltungskriterien die daraus erfolgen. Unlogische bzw. psychologisch ethisch falsche Ziele beinhalten schon Machtmissbrauch wenn sie als solche entlarvt werden.

Erinnert sei deshalb an Aristoteles der sagte: „Was macht es für einen Unterschied, ob die Weiber befehlen oder die Regierenden sich von ihnen befehlen lassen? Es kommt auf eins hinaus.

Die Wahrheit des Aristoteles ist nach dieser Überzeugung allerdings der übergeordnete immer vorhandene menschliche Wert. Die Wahrheit ist demnach zumindest temporär unseres Wissensstandes nach zu erfassen. Die Wahrheit ist deshalb Übereinstimmung von Aussage und Sachverhalt von Unverborgenheit in jeder Hinsicht unserer Möglichkeiten und Wahrnehmung. Die Wahrheit ist demnach eine vorläufige Erkenntnis der Realität und Wirklichkeit. Objektiv vor allem dann, wenn sie im Kontext den gesamten Werdegang und Sachverhalt integriert.

Man hüte sich allseits vor dem Missbrauch dessen denn es kommt zurück.

Veröffentlicht unter Ethik | Verschlagwortet mit , , , ,

Psychologie der Selbstfindung

Zum besseren Verständnis von Psychologie, Selbstverwirklichung und Selbstfindung als Lebensziel findet immer mit dem unbewussten Archetypus in unserem Wesen statt. Es geht dabei nicht um, „ich bestimme selber wer ich bin oder sein will,“ sondern du kannst nur finden und bestimmen was vorhanden ist. Ohne den Zugang zu dem Inneren fehlt dem Menschen der maßgebliche Anteil seiner selbst, das Unbewusste wurde nicht bewusst. Die Archetypen sind dabei die Urform des Unbewussten im Menschen. Diese (Traum) Bilder und Visionen beeinflussen unsere Entwicklung maßgeblich bereits aus der Vor bewussten Epoche heraus. Wohl gemerkt Kollektiv und meist in sinnbildlicher Informationsübergabe. Aus dem Archetypus heraus entstanden dann Religionen und Mythen die, sofern ursprünglich allesamt tiefenpsychologischer Natur sind.
C.G Jung führte den Begriff des kollektiven Unbewussten, und damit den Animus und Anima als „Personifikationen des Unbewussten“, als Bild der Seele, das sich in Träumen in weiblicher Gestalt im Manne und als männliche Gestalt in der Frau zeigt. Beides sind Aspekte der ungeschlechtlichen Seele die uns prägen und bestimmen. Die Geschichte der Traumdeutung hat S.Freud und C.G.Jung damit versucht in ein alltagstaugliches Bewusstsein zu wandeln. Die ehemals göttliche oder dämonische Quelle des Seins wurde uns verständlicher gemacht und lässt tief blicken. Dort in unserer Psyche lagert die Verdrängung kindlicher Erlebnisse und die auch die Trieb gelagerten Teile unseres Wesens. Selbstfindung ist also nicht etwa, ich bestimme selber meinen Job, meinen Haushalt und den Freund, sondern Selbstfindung bedeutet sich und sein inneres verstehen zu lernen. Selbstfindung ist nicht den eigenen Maso oder Sadismus zum Selbstbestimmten Lebenselixier der Existenz zu erklären, sondern der Versuch sich zu begreifen im Sinne seines Wesens nach C.G.Jung; denn dort im inneren wird der Seele die Kraft zugesprochen oder geraubt. Die Träume sind dazu da ein übergeordnetes tieferes Bewusstsein und regulativ darzustellen. Der Traum erklärt uns also die Konflikte von Anima und Animus, er erklärt uns Verdrängungsmechanismen und bestätigt uns wenn wir das selbstbestimmte Laufen lernen. Traumdeutung ist also der Beginn einer kleinen Psychoanalyse und ist unerlässlich für die Begriffe von Selbstfindung und Selbstverwirklichung. Der Traum dient der Verfestigung des Gedächtnisses und führt zur Verarbeitung Bewusster und Unbewusster Erlebnisse. Der Traum dient dem entsprechend der Persönlichkeitsentwicklung und stellt ein regulativ dar das mit Gefühlen und Funktionen verbunden ist.
1. Gehirnreifung
2. Programmierung mit Mustern.
3. Wunscherfüllung um ES-Impulse zu kontrollieren.
4. Kompensation um Ganzwerdung zu erreichen
5. Erscheinung von Archetypen und kollektiven Bildern.
6. Zu vergessen (Bereinigungsfunktion).
7. Verarbeitung und Lösen von Problemen.
8. Entspannung zur Verarbeitung von Ängsten.

Veröffentlicht unter Ethik, Moral | Verschlagwortet mit , , , ,

Plotin und die Begierde

81

Bild | Veröffentlicht am von | Verschlagwortet mit , , , ,

Empathie vs. Kognition

Wenn unsere Empathiefähigkeit und Sensibilität für Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl verloren geht und statt dessen unsere Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Urteile und Absichten die Lebensziele bestimmen dann stimmt etwas nicht mehr mit uns. Die Authentizität des Wesens weicht dann der Abstraktion und damit verliert die Wirklichkeit einen Menschen. Dabei ist die Realität dann nur noch ein Stückwerk da der Seele (Psyche) keine Beachtung geschenkt wird. Das gängigste Mittel um dieser negativen Entwicklung zu folgen sind geprägte Feindbilder und Vorurteile. Das beste Mittel um dem entgegen zu treten ist die individuelle Auseinandersetzung mit dem Werdegang eures Gegenüber denn immer steht das Individuum für seine Geschichte.

Veröffentlicht unter Ethik