Ein Abtreibungs KLARTEXT von Weihbischof Andreas Laun (Salzburg).

Ich Zitiere frei.: Kath.net

Die Menschen beweinen ihre verlorenen Millionen, aber sie beweinen nicht die verlorenen, ungeborenen Kinder, die nicht „einfach so verloren gegangen“ sind, sondern die absichtlich getötet werden in ganz Österreich, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und jedes Jahr wieder! …Man könnte Worte der Bibel abwandelnd sagen: „Weint nicht über eure verlorenen Millionen, weint viel mehr über euch und eure Kinder! Hat ein neuer Herodes sie getötet? Nein, wir selbst haben es getan, zugelassen und gut genannt, was böse ist!  ….

Weinen sollte daher in Österreich zu hören sein, lautes Weinen und Klagen: Nicht nur Rahel, wir alle sollten weinen um „unsere“ Kinder und sollten uns nicht billig trösten lassen, denn sie sind dahin.“  ….

Den Verlust der Millionen werden wir verkraften, den Verlust der Kinder nicht! Das wird sich auch durch Verdrängen, Verschweigen, Vertuschen und Diskussions-Verbote nicht verhindern lassen.
Dann wird es „schon wieder“ diejenigen geben, die sagen: „Das haben wir nicht gewusst! Wir haben doch geglaubt, „es seien nur Zellklumpen!“ Aber Hand aufs Herz: Haben wir das wirklich jemals geglaubt? Und wenn: Warum haben wir die „Anderen“ nur verlacht und ihnen nicht geglaubt? 

Der Salzburger Weihbischof  Andreas Laun hat sich einmal mehr gegen die Abtreibung ausgesprochen, allerdings dreht sich die Kirche hier immer wieder im Kreis. Der Versuch Leben zu verteidigen ist vordergründig zwar ehrenvoll im Kontext betrachtet aber leider zu kurz gedacht. Ungeborenes Leben schützen zu wollen ist ohne die Problematik des vorhandenen Lebewesens schlicht dummes Zeug. Wer also gegen die Abtreibung ist, der muss sich notgedrungen für die Mutter und ihr Schicksal interessieren. Keine seelisch gesunde Frau in einer lebensbejahenden Position wird ihr Baby einfach so abtreiben wollen, sondern hier sind Schicksale miteinander verbunden über die man verallgemeinert nicht urteilen und schon gar nicht verurteilen sollte. Die Psychologen C.G.Jung und Alfred Adler sind der Wahrheit sicher näher gewesen als die Schriftgelehrten der heutigen Zeit. Sie suchten zunächst nach seelisch heilen Positionen um Leben zu bejahen, Dämonisierungen und Mord mit Abtreibung gleichzusetzen, ist das Gegenteil von Gesunder Lebenseinstellung und die demagogische Grundhaltung der Kirche bringt längst keine Aufklärung zustande. Natürlich halte auch ich Abtreibung für falsch, da sie ein ernst zu nehmender Eingriff in das psychische Leben der Mutter (Familie) darstellt. Die Folgen sind vielfach sehr viel nachhaltiger für die Mutter, als man sich das landläufig vorstellt. Um so wichtiger finde ich aber eine verantwortungsvolle Kommunikation mit den Betroffenen die eine Entscheidung des Individuums mitträgt. Das Ergebnis einer Beratung im Einzelfall muss offen sein und die Frauen dürfen eben nicht in eine Herodes Ecke gedrängt werden. Die Amoral liegt demnach bei dem Bischof, weil er sich in anmaßender Weise zum Verteidiger eines Lebens macht, das es ohne die Frau schlicht nicht gibt. Es kann aber nicht ethisch moralisch etwas begründet beziehungsweise dämonisiert werden, was in der Verantwortung der Frau liegt denn sie alleine hat das Recht über Ihren Körper zu entscheiden. Es gilt also den Einzelfall in Bedacht zu überprüfen und unbedingt zu ergründen, warum die Frau einen derartigen Eingriff in Erwägung zieht. Ich möchte dem Bischof aber unbedingt beipflichten in seiner Weltsicht, dass wir um unsere Millionen trauern und vollkommen falsche Prioritäten im Leben haben. An dieser Stelle kann man nur sagen ist die Kirche eine der wenige Orte, in der zumindest noch darüber Nachgedacht werden darf, ob unser selbst geschaffenes Wirtschafts und Verwaltungsdiktat tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist.

 

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