Der Islam vs. Amerika und Europa

Der Spiegel-Online schreibt. (Zitat) Irans Präsident Rohani hat dem Westen eine falsche Strategie im Nahen und Mittleren Ostens vorgeworfen. Er meint „Die Feindseligkeit ist das Ergebnis des Kolonialismus und Rassismus“. „Die strategischen Fehler des Westens im Nahen Osten, Zentralasien und dem Kaukasus haben diese Teile der Welt in einen Himmel für Terroristen verwandelt“ Rohani betonte, Terrorismus sei das Ergebnis von Armut, Unterentwicklung, Diskriminierung, Demütigung und Ungerechtigkeit. „Man muss diese Wurzeln kennen, wenn man die Quellen des Terrorismus austrocknen will.“ Der Westen habe das nicht begriffen. (Zitat Ende) Eigentlich wollte ich nur ein kurzes Statement in dem angrenzenden Forum hinterlassen und schrieb: Der Islamismus ist im Islam und dem Koran begründet und nirgendwo sonst allerdings ist die Ignoranz dessen im Westen leider noch immer verbreitet. Erstaunlicherweise wurde dieser Satz zensiert und nicht freigeschaltet dabei meinte ich es keineswegs böse. Genau wie Herr Rohani suche ich nach der Wurzel des Übels, um lebensfeindliche Verhaltensweisen zu begreifen denn nur dann kann Veränderung erfolgen. Und natürlich ist die Diskriminierung, Demütigung und Unterentwicklung ein Teil des Balastes auf der Seele der Menschen auch im Islam, keine Frage da hat Herr Rohani recht, nur die Schlussfolgerung, dass der Westen für diese Selbstwahrnehmung verantwortlich ist, stimmt so nicht. Seit Jahrzehnten bekämpfen sich Schiiten und Sunniten. Kurden gegen Türken und Syrer gegen Irakis. Ja selbst die Volksstämme untereinander sind sich nicht grün und auch die Mullahs im Iran haben die fortschrittlich denkenden Anhänger des Schah`s massakriert. Die folgenschwere Destabilisierung des Nahen Osten durch die amerikanische Invasion im Irak ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es sterben ungleich mehr Moslems durch die Hand anderer Moslems als durch Juden Christen und Ungläubige zusammen. Die Verrohung in der Kultur ist deshalb sehr wohl im islamischen Regelwerk zu suchen und hat mit dem buchreligiösen Verständnis zu tun. Das Christentum des Mittelalters litt unter dem ähnlichen Phänomen, das wohlwollende Überlieferungen aus dem Zusammenhang gerissen, zur Legitimierung von Grausamkeiten genutzt wurden. Deshalb bleibt die Wurzel des Übels die Angst, denn sie ist es, die uns die Konflikte immer wieder verschieben lässt. Je mehr Angst die Seele ergreift je mehr irrationale Feindbilder werden produziert um die fehlende Liebe und die damit einhergehende und zwangsläufige Frustration zu verstehen. Der reale Feind der islamischen Kultur ist daher nicht Amerika oder der Westen, sondern die Unterentwicklung der Freiheit. Die Demütigung der Menschen durch Pseudoreligion und die Diskriminierung durch Bildungsmangel. Herr Rohani hat aber im folgenden Punkt recht: ; „Der Westen hat das nicht begriffen.“

PS: Erwähnt sei an dieser Stelle auch die begrüßenswerte und vielsagende Twitteraktion #notinmyname, an der sich Muslime aus der ganzen Welt beteiligen.

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