Der Bachelor – Tragisches Trash TV

Die moderne Fernsehvariante des Rosenkavaliers auf der Suche nach der Dame fürs Leben. Nach dem „zehn kleine Negerlein“ Prinzip wird die Gute auserkoren um dann mit dem gut aussehenden „Prinzen“ eine Beziehung zu führen. Die Serie ist von der Dramaturgie und dem Drehbuch her so unter dem Niveau des erträglichen das jede Zeile darüber eigentlich Zeitverschwendung ist. Warum ich dennoch auf einem Bibelexegese und Psychologie Blog darüber schreibe liegt auf der Hand. Das Lebensverständnis von Liebe und Glück sowie die Geltungskriterien nach denen Menschen im Jahre 2015 urteilen. Der junge Mann ist beim Bachelor der gutsituierte Gewinner, der mit Reisen und Statussymbolen protzen kann und soll, selbst dann wenn sie nur vom Fernehesender gesponsert werden. Das macht dann auf die Damen einen derartigen Eindruck das sie gleich alle zu der Auserwählten gehören möchten. Die Sendung wäre eigentlich damit eine schlecht inszenierte und noch schlechter gespielte Fernsehsendung wenn die Frauen nicht auch noch von Liebe reden würden und die Eifersuchtsszenen nur filmische Dramaturgie wären. Es ist aber viele schlimmer, die verstehen sich allesamt noch nicht einmal als billige Schauspieler/innen sondern suchen in der Inszenierung auch noch nach Gefühlen und der Anerkennung selbiger. Es ist zusehends tragisch wie Menschen nach Liebe suchen und symbiotische Bindung meinen. Die bloße Existenz der Sendung spricht für die menschliche Entfremdung unserer Spezies von uns selbst unseren Bedürfnissen und dem was wir für ideal halten. Inklusive dem gemachten Prinzen der sich als Hahn im Korb sicher noch für eine tollen Typ hält, vermittelt das Fernsehen hier eine Scheinwelt die in sich unschlüssig und dumm ist, von der man aber sagen kann das viele Millionen Jugendliche echt gefährdet sind. Drei Minuten von „My father is a liar“ vermitteln mehr Liebe und Menschenwürde als 100 Stunden Bachelor.

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3 Antworten zu Der Bachelor – Tragisches Trash TV

  1. alphachamber schreibt:

    Es ist ein „Lebensborn“ in reverse. Ebenso faschistisch wie der erste: Blöd+blöd=Schwachsinn. Damit lässt sich gut regieren.

    • Thomas G. schreibt:

      Der Lebensborn war ein Projekt Heinrich Himmlers zur Züchtung einer höheren Rasse die sich an den Grundsätzen des Nationalsozialismus orientierten sollte. Beim Bachelor geht es aber um die Aufrechterhaltung einer Illusion um möglichst wenig denkende Lebewesen in ihrer Einfalt zu Fördern. Ich glaube es wäre selbst dem Himmler peinlich gewesen einen Zickenkrieg um einen scheinbaren Sonnyboy als deutsches Ideal zu verkaufen.

    • alphachamber schreibt:

      Hallo,
      ja, da haben Sie wohl recht 🙂

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