Flüchtlinge und ihre Ursachen

Zu Tausenden strömen die Flüchtlinge zumeist aus den Kriegsgebieten des Irak und Syrien nach Europa. Die Suche nach Schutz und der Überlebenswille lässt die Menschen eine Odyssee antreten die auch für uns Europäer zum Problem wird. Es fehlt ohnehin ja schon an bezahlbarem Wohnraum und die sozial schwachen Gruppen der Gesellschaft sehen sich im Überlebenskampf miteinander. Die ohnehin vom Kriegsgeschehen gebeutelten Flüchtlinge sind dabei auf unser Wohlwollen angewiesen und können in einer zivilisierten Welt zu Recht mit Hilfe rechnen. Niemand auf dem Planeten ist aus der Sicht Gottes illegal und jeder hat das recht, nein die Pflicht das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen. Brennende Flüchtlingsunterkünfte sind deshalb eine Schande am moralischen Sozialverhalten unserer Spezies. Politische und rassistische Ideologien sollen hier mit Brandschatzungen Gegnerschaft signalisieren und Anhängerschaft rekrutieren, und dass zu Bedingungen die die schwächsten der Gesellschaft auch noch ausgrenzt. Das darf die Gesellschaft so natürlich nicht hinnehmen aber sie darf auch nicht übersehen wo die Flüchtlingsströme herkommen und weshalb die Probleme so eskalieren. Der erste Golfkrieg, geführt durch die Allianz der Nato hat 1991 zu einer Destabilisierung der gesamten Region geführt und die potentiell ohnehin feindlichen Stämme weiter auseinanderdriften lassen. Der Sturz von Saddam Hussein 2003 hat dann das Chaos durch den zweiten Irakkrieg entfacht und die Menschen meist desorientiert zurückgelassen. Die spätere Folge dessen war ein Arabischer Frühling vor dem auch auf diesem Blog gewarnt wurde weil er zu unkontrollierbaren Entwicklungen führte. Und so so kam was kommen musste. Nicht die freiheitlichen westlich orientierten Menschen setzten sich durch sondern die Religionsfanatiker führen die Menschen in die längst überwunden geglaubte Epoche des mittelalterlichen Denkens zurück. Wie beim Sturz des Schah`s im Iran wiederholte sich die Geschichte und unser Außenminister Westerwelle stolperte blind durch den angeblichen Frühling. Sehr viel schlechter als die westliche Welt kann man gar nicht Politik machen so meint man aber es kommt halt noch viel schlimmer. Die aufgebrachten Kurden und Jesiden werden weiter vom immer stärker werdenden ISIS verfolgt und der Europäische Partner der Region, die Türkei gibt sich als Feind der IS führt aber gleichwohl Krieg mit Kurdischen Rebellen und ist deshalb überhaupt nicht einzuschätzen. Aus diesem Land werden weiter zigtausende von Flüchtlinge erwartet da es nicht bereit ist die Verantwortung für eine Deeskalation zu übernehmen. Wer also über Flüchtlingspolitik meint reden zu müssen der kann es nicht von der Weltpolitik abkoppeln denn er wird immer zu kurz springen. Wer Flüchtlingsströme aufhalten will, und das ist natürlich auch verständlich, der wird um die Ursachen der verfehlten Friedenspolitik nicht herumkommen. Wenn Deutsche Staatsanwälte weiter meinen Kriege im Sinne der Deutschen Wirtschaft führen zu müssen und das für Volkswirtschaftliches Denken halten dann wäre es besser diese Leute gingen einmal zum Psychologen ihres Vertrauens.

 

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