Die Wurzel des IS-Dschihadismus

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An der Wurzel des IS-Dschihadismus

Der wohlmeinende Artikel in der Zeit ist leider nur ein gutes Beispiel dafür das die westliche Welt wenig von dem begriffen hat, was sie bekämpfen möchten. Der Autor versteht zwar die sunnitischen Probleme im materiellen und territorialen Umfang aber er verwechselt die Wurzel des Übels mit der zerrissenen Kleidung. Wer die Wurzel des Übels aus raufen will, und das ist Friedens maßgeblich, der muss den psychischen Zustand der Islamisten verstehen. Der muss auch zwangsläufig die religiöse Über ich Entwicklung verändern die den Islamisten zum Dschiadisten macht. Mit territorialen und finanziellen Entfaltungsmöglichkeiten hat das überhaupt nichts zu tun. Es geht bei der Wurzel des Übels um Bindungsängste und um die Ächtung von Grausamkeiten die bisher Anerkennung gefunden haben. Es geht darum dem Islam einen neuen Wert in das gehasste Leben einzuhauchen und um die ethischen Lebensmaximen wie Vernunft und Liebe zum Leben zu erwecken. Also durchweg um Dinge die keine Nation der Welt mit Bomben erreichen wird.

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8 Antworten zu Die Wurzel des IS-Dschihadismus

  1. alphachamber schreibt:

    „Es geht darum dem Islam einen neuen Wert in das gehasste Leben einzuhauchen…“
    Mitnichten: Das Grundübel ist gerade das, dass jeder dem anderen was „einhauchen“ will. Sie vergaßen: Im Islam ist Religion und Lebensweise eines – jeder Muslim IST „Islamist“ (Gibt es bei den Christen „Katholizisten“?)
    Ein gesundes Neues Jahr.

    • Thomas G. schreibt:

      Ich verstehe was Sie sagen möchten und Grundsätzlich vertrete ich genau diese Ethik das wir uns in Ruhe leben lassen müssen, statt einer Fremdbestimmung zu folgen. Dem Islam einen neuen Wert in das gehasste Leben einzuhauchen bezog sich aber zunächst auf die suizidale Gesinnung. Wenn jemand Jahrzehnte nie dem Gefühl von Freiheitsdrang folgte und immer das Tat was die Gemeinschaft bzw. der Koran von ihm verlangt existiert er nur noch aus seiner Über Ich Entwicklung heraus. Er funktioniert zu den Bedingungen einer Gemeinschaft aber unter Missachtung individueller und essentieller Bedürfnisse. Der Verlust an Lebensfreude und Liebe, an Freiheitsdrang und Selbstbestimmungsrecht muss der Mensch an sich selber erst wieder erlernen und entdecken. Erich Fromm hat von dem Weg aus einer Kranken Gesellschaft gesprochen und damit den modernen Mensch gemeint. Für den Islamisten gilt das nicht weniger sondern anders da seine psychischen Entwicklungsprobleme unterschiedlich sind. Grundsätzlich kann man aber sagen das jedem Mensch der unglücklich und traumatisiert ist, das Recht auf eine neues Leben hat das essentiellen Bedürfnissen gerecht wird. Der Begriff „neues Leben einhauchen“ ist so gesehen vielleicht sogar missverständlich ausgedrückt und sollte durch „wieder gefunden“ ersetzt werden.

    • alphachamber schreibt:

      Nun, es liegt an jeder Kultur/Nation sich selbst zu reformieren, wie es z.B. mit der christlichen Kirche geschah. In den meisten Islamischen Ländern ist es eher ein soziales, weniger ein religiöses Problem und hat mit Macht und Kontrolle zu tun – eine Art „Wüstensozialismus“.

      Fromm gehört nicht zu meinen bevorzugten Denkern, wie Sie aus meinen Kommentaren und Blog entnehmen können.

    • Thomas G. schreibt:

      Nur ein „Ungläubiger“ ist dazu in der Lage ein soziales Problem zu sehen und die Religion hinten anzustellen. Das ist wirklich an dem Selbstverständnis der Menschen gemessen falsch, da es keine konkrete Regierung und Machthaber braucht im Islam. Im Islam soll der Koran mit der Scharia regieren sonst nichts. Der Mensch funktioniert dort als gehorsamer Knecht Gottes oder er wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und damit gebannt oder getötet. Eine Staatsmacht wird überhaupt nicht akzeptiert wenn sie sich nicht auf die Islamische Religion berufen kann. Ich stimme ihnen aber Grundsätzlich zu das eine Kultur und Nation sich selber reformieren muss, allerdings braucht es dazu eben auch Leitbilder und Reformatoren die dem Volk die Augen öffnen. Das war auch im alten Katholizismus so und auch Sozialistische Staaten bedurften solcher Menschen wie Michael Gorbatschow um neue Wege zu gehen.

    • alphachamber schreibt:

      „Der Mensch funktioniert dort als gehorsamer Knecht Gottes…“
      Er funktioniert als gehorsamer Knecht – der menschlichen Erfindung eines Glaubens, welcher die Ausschaltung der Vernunft zur (Über-)Lebensbedingung macht. In diesem Sinne ist der Islam nur eine perfidere Form der Religion.

      In Pakistan und den Golf-Staaten, z.B., wo es breite Mittel und Oberschichten gibt der Islam ist kaum restriktiver als hier der Katholizismus.

      PS:
      „…da es keine konkrete Regierung und Machthaber braucht im Islam. Im Islam soll der Koran mit der Scharia regieren sonst nichts.“
      Ein Beispiel Ihrer Wissenslücke über die Entstehung und Geschichte des Islams im besonderen und der orientalischen Religionen im Allgemeinen.

      Es ist Zeitverschwendung über Glauben per se zu diskutieren: Sie „sehen“ einen Geist – ich sehe keinen. Im Allgemeinen gilt: Die Stärke des Voodoos ist umgekehrt proportional des Bildungsstandes einer Gesellschaft.

    • Thomas G. schreibt:

      Wollen wir doch mal festhalten das weder Sie noch ich einen Geist sehen. Sie glauben nur, im Gegensatz zu mir, sich mit Wissen über den Islam und der geschichtlichen Entstehungsgeschichte von orientalischen Religionen der Wahrheit nähern zu können. Meine angebliche Wissenslücke gleiche ich aber unter Garantie mit Menschenkenntnis aus denn was ist wissen, wenn man die Motivation und Lebensmaxime dieser Menschen nicht versteht. Sie überschätzen Wissen meines erachten nach und unterschätzen die treibenden Kräfte der Psyche. Dort aber entscheidet sich ob ein Mensch friedfertig oder machtgierig ist. Ob er barmherzigen lebensfördernden Geltungskriterien folgt oder ob er auf eine Zukunft im „Nirgendwo Paradies“ setzt. Und das gilt für Gläubige genau so wie für Ungläubige denn im Inneren herrschen die psychischen Gesetzte. Sie sollten sich doch einmal mit Erich Fromm auseinandersetzen, er hat vieles gesagt was immer Gültigkeit haben wird. Und Immanuel Kant war es glaube ich der folgendes sagte:
      Irrtümer entspringen nicht allein daher, weil man gewisse Dinge nicht weiß, sondern weil man sich zu urteilen unternimmt, obgleich man noch nicht alles weiß, was dazu erfordert wird.

  2. alphachamber schreibt:

    „Meine angebliche Wissenslücke…“
    Bei allem Respekt, diese Aussage ist ein gigantisches contradictio in adjecto.
    Vielleicht haben Sie ZU VIEL von Fromm gelesen?

    Bei der Mehrzahl der universellen Denker findet sich ein Smorgasbord von Erkenntnissen und Ideen, bei denen jeder etwas finden kann, dem er zustimmen kann. Fromm MUSS man nicht gelesen haben, Kant, Hegel aber schon (wenn man vernünftige philosophische Dialoge führen will. William James z.B. (den ich „studierte“, obwohl ich seiner Grundhaltung extrem gegenüberstehe) hat wesentlich mehr und interessanteres zu sagen.

    Über Soziologie und Psyche wurde das Wesentliche schon geschrieben (Weber, Durkheim, Olsen, usw.) Der Einzelne funktioniert immer als Mensch und jeder hat die gleichen Knöpfe, die man nur drücken muss. In der Gesellschaft des Islams sind diese für unsere Kultur nicht (mehr) erreichbar. Sie waren es noch z.Zt. des Osmanischen Reichs. Versuchen Sie mit Fromm in N-Korea etwas anzufangen!
    Hat man keine eigenen Axiome „gehört“ Ihre Psyche den Mächtigen.
    Ich denke, weiter kommen wir hier nicht.

    Ein gesundes und friedvollen 2016 für Sie.

  3. Klaus Roggendorf schreibt:

    Welche geschichtsgestaltenden Rollen spielen archaische, spirituelle ideologische Denk- und Verhaltensformen – Traditionen, Gläubigkeiten und Religionen – im Lichte des heutigen Erkenntnisstandes?

    Wünsche allen für 2016 alles Gute!

    Angesichts der menschlichen Probleme mit drohenden evolutiven Fallen*, stellt sich die Frage, welche Erkenntnisse* und Einsichten wären geeignet, einen globalen Wertewandel* und – Konsens* diskursiv und demokratisch zu erarbeiten – Diesen lebenspraktisch durchzusetzen, damit eine gedeihlichere – ja, paradiesisch friedlichere – Zukunft – angestrebt werden kann.

    Wie könnten z.B. die ewigen Spannungen im Reich der Gläubigkeiten*
    und die interreligiösen Auseinandersetzungen, insbesondere der monotheistischen Religionen, aufgehoben, bzw. sublimiert werden.
    Diese Fragen ergaben sich bei der zufälligen Lektüre des folgenden Textes und unserer Diskussionen um Gott* und dessen Beweisbarkeit*.

    Hier und im Internet unter: >klaus roggendorf“Gott ist unbeweisbar wahr“Gott ist die „Vollkommenheit der Wahrheit“- „an sich selbst betrachtet“ Bewußtsein…und das Unbewußte < nachzuschlagen.

    Auf geht`s!
    Klaus Roggendorf

    Schönnen, besonnenden Tag noch!
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    Klaus Roggendorf
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