Nicht die Politik ist das Problem!

Meine These: Das vielleicht größte Problem der Zukunft ist nicht die Wirtschaft oder die Politik sondern die Sprache. Damit meine ich nicht die unterschiedlichen Sprachfamilien sondern die unterschiedliche Begriffsverwendung und undefinierten Zielsetzungen. Wir philosophieren über die Entstehung von dem Universum und der Menschheit und entwickeln dann soziologische oder politische Gedankengebäude, übersehen dabei aber das Menschliches Leben eine Momentaufnahme ist. Der psychische Zustand des Redners kann dazu führen das die anderen Menschen ihn nicht mehr verstehen obwohl das eigentlich nötig ist. Ein aktuelles Beispiel: Unsere Regierungsmitglieder gehen davon aus das Deutschland der europäische Motor ist. Sie haben durchweg Pensionsansprüche die materielle Sorgen ausschließen. Das Haus im Grünen und die soziale Anerkennung führen zu einem, so glauben sie selber, gelungenem Leben. Wenn man dann noch sozialpolitisch Engagiert ist steht unser Politiker auf der Seite der Guten so glaubt er. Das heißt aus seiner Perspektive wird Politik zur Verwaltung des „Guten“ und so denkt und handelt er ungeachtet dessen das die Menschheit wohl möglich an dem Ast sägt auf dem sie Sitzt nur weil Holz Geld bringt. Es ist aber nicht nur der Politiker der so denkt, sondern es sind Millionen Menschen die so kulturell beeinflusst, die Wertmaßstäbe der Gesellschaft anerkennen. Sie halten sich alle für die Guten und begreifen nicht das Menschen unter völlig anderen psychischen Lebensbedingungen die Welt komplett anders erleben. Auf den Punkt gebracht muss man feststellen das es zwar nur einen Planeten gibt, der eine Mensch aber im Paradies lebt und der andere, wahrgenommen in der Hölle. Das Unverständnis ist hier also schon in der Sprache angesiedelt denn der Glückliche versteht den Ängstlichen kaum, und umgekehrt natürlich ebenso. Was für den einen Freiheit und Lebensentfaltung ist bedeutet für den anderen den Wunsch nach Sicherheit und einer konstanten Regelung. Was der eine Verwalten will, versteht der andere als unzumutbare Fremdbestimmung. Die Beispiele ließen sich beliebig verlängern aber Platon hat das schon 400 v.C. In seinem Höhlengleichnis wunderbar veranschaulicht. Der Facebook Nutzer Sven U. schrieb zum Thema passend die folgende Analogie:

„Dieses System ist unser Feind. Aber wenn du drinnen bist, dich umsiehst, was siehst du? Geschäftsleute, Lehrer, Anwälte, Tischler. Genau die Seelen von den Menschen die wir versuchen zu retten. Aber bis das geschieht, sind diese Menschen Teil des Systems und dadurch unser Feind. Du musst verstehen, die meisten dieser Menschen sind nicht bereit um abgekoppelt zu werden. Und viele von ihnen sind so hoffnungslos abhängig vom System, dass sie bereit sind zu kämpfen um es zu beschützen.”

Wer kennt den Ausweg?

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Eine Antwort zu Nicht die Politik ist das Problem!

  1. klaus roggendorf schreibt:

    Das kann nur eine erkenntnisstandgerechte antriebsdynamisch reflektierte Philosophie leisten. Wir sind frei in unseren Entscheidungen, solange wir mit diesen überleben können, weil wir unsere Lebens-Bedingungen n o c h nicht beseitigt haben.
    nicht beseitigt haben. Freiheit – ohne moralische Verantwortung – ist reine Willkür.

    Klaus Roggendorf

    Gruß
    K.Roggendorf

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