Der Terror und die Angst.

Niemand kommt an den vielen Informationen diese Tage vorbei, Berlin und der Terror ist in aller Munde. Es wird diskutiert über Weihnachtsmärkte und deren Sicherung, über Asylverfahren und politische Konsequenzen. Andere reden über Statistiken, die Beweisen das Deutschland doch sicher ist und wir deshalb der Angst entgegentreten müssen.Das als solches finde ich richtig, den Gedanken aber, die Terror Toten mit Unfallstatistiken zu relativieren halte ich für pervers.

So argumentieren dann unfähige Politiker um ihre ach so tolle Politik zu rechtfertigen. Es ist ignorant gegenüber dem geschehenen Leid und nützt keineswegs um der Angst zu begegnen. Wer das möchte, und solche Denkansätze sind natürlich vernünftig der muss sich schon auf die großen philosophischen und psychischen Fragen der Ethik einlassen. Unfall Tote sind bedauerliche Missgeschicke die durch unsere Lebendigkeit geschehen. Sie sind ein unvermeidlicher Fakt des Lebens. Das gibt es nicht zu beschönigen das kann man auch nicht abstellen, sondern so ist es nun mal. Der Terror aber ist die Folge eines Entwicklungsprozesses der sich weder um die Entstehung des Terrors im politischen Sinn kümmert, noch um die psychischen Mechanismen einer „Über Ich“ Entwicklung die menschliches Fehlverhalten dort thematisiert wo es beginnt. Also bei den Bindungsängsten und den daraus existierenden falschen Wertvorstellungen. Wer Terror Tote relativiert, der akzeptiert ungewollt einen Istzustand der den Teufelskreislauf der Gewalt nicht infrage stellt. Das aber sollte für jemanden der Frieden sucht doch eine Selbstverständlichkeit sein. Das ist es aber ganz offensichtlich nicht und gerade deshalb ist die Objektivierung solcher Vorgänge nötig um den Angst erzeugenden Problemen zu begegnen. Ganz natürlich ist der Mensch als ein situationsabhängiges Lebewesen gut beraten, wenn er seine Vorurteile und Erfahrungen nicht auf den Nächsten projiziert, sondern täglich neu den folgenden Tag und die folgende Situation von Eindruck zu Eindruck erlebt. Angst ist dabei ganz sicher der schlechteste aller Ratgeber aber verschwinden wird sie nicht durch Ignoranz am Leid, sondern durch erlebte Wirklichkeit. Gerade diese Ignoranz ist es die uns in diesen feigen Terror treibt. Sie führt zu falschen Schlüssen und den falschen Gesprächen. So wird nicht über die islamische Zielsetzung gesprochen, sondern über Multikulturalität um erst gar nicht dem Kultur Problem entgegen zu treten. Es wird über Terroristen gesprochen aber nicht darüber das deren geistige Wegbereiter mit Waffen beliefert werden. Nicht die Gewalt steht zur Debatte, sondern wer die Gewalt ausübt. Und so schließt sich der Kreislauf wieder denn es wird neue rebellierende Terroristen geben die wir uns selber schaffen, weil wir die falschen Dinge thematisieren.

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