Der US Attentäter und seine Botschaft!

 

Stephen Paddock war nach den Informationen unserer Medien, vermögend und kriminalistisch absolut unauffällig. Laut seines Bruders war er weder religiös noch politisch fanatisch, warum also diese Toten in Las Vegas? Das Bekenntnis des IS kann man getrost als bloße Propaganda Show abtun und das Country Konzert als Anschlagsort ist auch nicht aussagekräftig genug um Rückschlüsse auf die Motive des Stephen Paddock zuzulassen. Aber es wird dem ermittelnden Profiler ein erster Hinweis sein um die Beweggründe des Attentäters nachvollziehen zu können. Der minutiös geplante Anschlag basiert nicht etwas auf einer Kurzschlusshandlung, sondern zeigt ein planvolles Vorgehen wie man es etwa von dem Norweger Anders Breivik kannte. Die Psyche des Stephen Paddock zeigt zunächst nur durch die Tat selber welch destruktiven Elemente dort vorherrschten. So ist bei dem Millionär Paddock lediglich seine Spielleidenschaft und das Sammeln von Waffen auffällig. Er verbrachte seine Zeit nicht mit Arbeit, sondern beim Zocken und hortete nebenbei Sprengstoffe und Waffen aller Art. So ein Leben in Las Vegas hört sich für viele Zeitgenossen eher nach dem erfüllten amerikanischen Traum an, als nach destruktiver Vernichtung seiner selbst und anderer. So aber hat Stephen Paddock es ganz offensichtlich nicht gesehen, sondern er wollte der Amerikanischen Gesellschaft einen Denkzettel hinterlassen. Eine Anklage für seine lebensfeindlichen Gefühle und sein unerfülltes Leben. Die Opfer sind für den Soziopathen Mittel zum Zweck und das Objekt seiner Frustration, sie sind in seinen Augen schuldig obwohl er sie nicht kennt. So ist die Wahrscheinlichkeit das es sich bei dem Attentäter um eine sozial vereinsamte Persönlichkeit handelt sehr hoch. Paddock hatte vermutlich irgendwann in seinem leben den inneren Rückzug angetreten und sich von seiner eigenen Gefühlswelt distanziert. Diese leere, die fehlende Liebe und die daraus resultierende oberflächliche Kommunikation und Lebensform warf er seinen Mitmenschen vor. Er hasste sie nicht, sondern sie existierten für ihn nur noch schemenhaft denn seine Freunde waren die Spielgeräte der Casinos. Sie gaben ihm die Anerkennung und vermittelten dem Attentäter die Illusion ein Gewinner zu sein. Niemand fing ihn auf um der Lebenslüge nach materiellem Reichtum auf kosten seelischer Defizite entgegen zu treten. Die Einsamkeit kostete Stephen Paddock und 58 Mitmenschen das Leben. Mein Beileid den vielen Opfern dieser Tragödie.

Eine Bestätigung dieser Einschätzung erfolgte auf N-TV.

http://www.n-tv.de/panorama/Paddock-zeigt-sich-als-Geizhals-und-Zyniker-article20074841.html

(Details von Spiegel Online)

Der Psychologe und Psychoanalytiker Arno Gruen hat zu diesem Thema schon vor Jahren ein sehr hörenswerten Vortrag gehalten.

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